Aktuelles
Buchvorstellung
Wissenschaft und Leben – Von Problemen der Gegenwart zum Verständnis des Mittelalters
29. September 2026 • 18 Uhr • Einstein-Saal
Mit "Wissenschaft und Leben" legt Michael Borgolte, einer der prägenden Mediävisten der Gegenwart, Gründungsdirektor des Instituts für Islamische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Ordentliches Akademiemitglied, eine ebenso persönliche wie fachgeschichtlich aufschlussreiche Bilanz seiner drei Jahrzehnte währenden Tätigkeit an der Humboldt-Universität zu Berlin vor.
Begrüßung: Christoph Markschies (Akademiepräsident), Moderation: Benjamin Scheller (Universität Duisburg Essen).
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Jahresvortrag
1327. Meister Eckhart und die Inquisition
Racha Kirakosian (Universität Freiburg)
9. Februar 2027 • 18 Uhr • Leibniz-Saal
BBAW beteiligt an DNA-Studie zu den mittelalterlichen Kaisern Otto I. und Heinrich II.
Eine genetische Untersuchung von Gebeinen im Magdeburger und Bamberger Dom zeigt, dass es sich bei den beiden beprobten Individuen tatsächlich um die Kaiser Otto I. und Heinrich II. aus der Dynastie der Ottonen handelt. An der Studie war der Historiker Jörg Feuchter von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften beteiligt.
Weitere Informationen [Link auf Pressemitteilung der BBAW]
Reconstructing their genomes confirms the historically attested genealogy of the two medieval emperors Otto I (the Great) and Heinrich II (Saint Henry) [Link auf die Studie]
Die Gebeine Ottos des Großen sind echt, FAZ 18.03.2026 [Link auf Zeitungsartikel]
Neu Erschienen
Das Mittelalterliche Jahrtausend 13
Valentin Groebner
Reiner, radikaler, intensiver? Das Mittelalter der Gegenkultur
Göttingen 2026
Was geschieht, wenn eine historische Epoche plötzlich zu Pop wird und zum Materialreservoir für militante politische Spektakel?
Das Mittelalter ist nicht nur eine Epoche, sondern auch ein Kürzel für ein affektives Regime, für starke, ansteckende Gefühle – und das nicht nur im 19. Jahrhundert, der Hochzeit der zuerst romantischen und dann religiösen und nationalen Begeisterung für Mönche, Ritter, Ketzer und ihre vermeintlich »echteren« Lebensformen. Auch Utopien von der Wiedergewinnung authentischeren alternativen Lebens in den 1970er und 1980er Jahren haben sich enthusiastisch auf mittelalterliche Vorbilder bezogen. Sie sahen in ihnen Vorläufer, »Traditionen« und »Wurzeln« der Bewegungen und Subkulturen, die mit ihren gewalttätigen Auftritten damals in ganz Europa für Schlagzeilen sorgten. Bezüge auf ein rebellisches wildes Mittelalter waren in den Protestbewegungen weit verbreitet, zusammen mit neuen Darstellungsformen von Gefühl, politischen Affekten, Evokationen von »Authentizität« und »Reinheit«. Was verbindet die radikalen Armutsbewegungen des hohen und späten Mittelalters mit den militanten Aktivistinnen und Aktivisten – und wie hat die Mediävistik darauf reagiert?
Zum Nachschauen
Ein Mittschnitt des Jahresvortrags 2025:
Das Mittelalter als Gegenkultur. Reiner, intensiver, radikaler?
von Valentin Groebner (Universität Luzern)
ist HIER verfügbar (YouTube)